110 romane


anfänge und abbrüche

im fernsehen vieles doppelt und dreifach gesehen, aber bloss zur hälfte im gedächtnis behalten.
andere bezüge für das aktuell wirkliche finden und mit mehr bedenkzeit fortwährend spätere bezüge.

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wer etwas erreichen will, weiss auch, wie er es verfehlen kann. aber dass ein zweifelndes alter ego selten etwas progressiv motivierendes aufschreiben kann, beunruhigt irgendwann.

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trotz sehenswerter tore, dramatischer fouls und dadaistischer trainer-statements gingen dieses jahr mal mehr menschen in ein museum als in ein fussballstadion. was auch immer es zu bedeuten hat.

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zu viel gelb um halb drei. die küche ist verqualmt.
fällt einem wochenlang nichts ein, dann muss man irgendwann ausführlich werden, um diese leere zu füllen.

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gedankenspiele, nichts als gedankenspiele.
es ist eine unheimliche versuchung, kluges zu formulieren, insofern man die macht hat, es wieder durchzustreichen.

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in einem Ikea-Kötbullar wurde pferdefleisch gefunden und alle regen sich darüber auf. sie sollten froh sein, dass darin keine holzspäne zu finden sind.

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das verschnaufen zwischen den stunden als ein gestundetes schnaufen. was notiert werden kann, ist authentisch, sogar wenn es missglückt.
doch es wird zu viel geschrieben. und meist ins leere.

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wenn man beharrlich die wörter eines satzes untereinander vertauscht, erhält man früher als später einen ähnlichen oder wieder den gleichen satz.
man muss meinungen, ideen und vorsätze so lange aufblasen, bis sie platzen.

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mal eine geschichte über anfänge beginnen. über anfänge, welche sich einer poetischen verwertung entziehen und so hartnäckig wie staubflusen immer wieder in erscheinung treten.